Berlin – Demo gegen Naziterror und Repression

Aufgrund des Brandanschlages auf das M99, den mittlerweile 6. Durchsuchungen Linker Buchläden in diesem Jahr und des Rassistischen Mordes in Leipzig vom 24.10. fand am 2.11. eine kurzfristig mobilisierte Demonstration unter dem Motto: „Gegen Naziterror und Repression – linke Politik verteidigen!“ in Berlin-Kreuzberg mit ca. 1500 Teilnehmern statt.

Kurz nach Beginn wurde ein Bengalo gezündet und unter der Unterführung „Zentrum Kreuzberg“ wurde die Demo unter massiven Angriffen der Berliner Hundertschaften „B“ und „23“ gestoppt. Nach längerer Wartezeit und Gerangel am Fronttransparent ging es Kämpferisch die Adalbertstraße und Oranienstraße in Richtung Manteuffelstraße entlang. Vor dem M99 gab es eine Zwischenkundgebung, die den Brandanschlag thematisierte. Dort sprach der Ladenbesitzer Hans-Georg Lindenau noch einen Gruß an die Demonstration aus. Danach ging es in die Waldemarstraße am „Red Stuff“ vorbei, der in der selben Nacht mit einem Keltenkreuz sowie dem Kürzel „NS“ besprüht wurde.
Bereits seit dem ersten Gerangel wurde die Demonstrationsspitze massiv abgefilmt. Die Route führte weiter die Lausitzerstraße entlang. An der Kreuzung Wienerstraße wurde ein Kessel aufgezogen. Entlang der Wienerstraße standen viele Einsatzwagen der Polizei. Im Kreuzungsbereich kam es dann zu Übergriffen seitens der Polizei gegenüber der Demonstration. Diese führten dazu, dass es zu mindestens drei bestätigten Festnahmen kam.
Die Polizei setzte massiv Pfefferspray, Faustschläge sowie Tritte ein und versuchte die mitgeführten Transparente zu entwenden.
Diese provozierte Eskalation seitens der Polizei führte dazu, dass der Veranstalter die Demo an dieser Stelle abbrach.
Im Vorfeld der Demonstration versuchten bereits die Haus- und Hofjournalisten der Berliner Polizei ein Gewaltszenario aufzubauen um eine bürgerliche Beteiligung an dem Protest zu verhindern und die Veranstalter als Chaoten hin zu stellen. Federführend in diesem Zusammenhang waren mal wieder die Morgenpost und der Tagesspiegel. Auffallend war wieder einmal der Journalist Jörn Hasselmann, dieser schrieb schon im Vorfeld, dass es zu Gewalttaten kommen würde.
Am Ende wurde der Abschlußort recht schnell verlassen, welches aber von der Polizei mit einer Absperrung verhindert werden sollte. Diese konnte jedoch durchbrochen werden, sodass alle ihrer Wege gehen konnten.

Um trotz Polizeischikanen ein Zeichen gegen Neonazis setzen zu können rufen linke Gruppen für den 11. November zu einem Aktionstag unter dem Motto „Siempre Antifascista“ auf, mehr Informationen dazu unter: www.siempre.red-skins.de.

andere Artikel:
www.linksunten.indymedia.org/de/node/27724
www.linksunten.indymedia.org/de/node/27715
Aus der Sicht der Berliner Polizei klingen die Geschehnisse auf der Demonstration dann so: Polizeipressemeldung

Bilder:
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weitere Bilder anderer Fotografen:
P M Cheung
Mikael Zellmann
neuköllnbild





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