Bernau: Naziaufmarsch blockiert

Am 29.05.2010 sollte im Brandenburgischen Bernau der erste von insgesamt 7 Aufmärschen der neonazistischen „Kameradschaft Märkisch-Oder-Barnim“(KMOB) stattfinden. 93 Neonazis aus Berlin und Brandenburg versammelten sich ab 10:15 Uhr am Busbahnhof hinter dem S- und Regiobahnhof.

Kurz vor 13:00 holten die Neonazis dann ihre Transparente raus und nahmen Aufstellung zum loslaufen, doch es ging immer noch nicht weiter. Auf der anderen Seite des Bahnhofes blockierten seit 10:30 Uhr ca. 200 Nazigegner die einzige Straße die vom Busbahnhof weg führte. Also warteten sie still weiter, während dessen wurden mindestens 2 der Neonazis bei den Vorkontrollen durch die Polizei in Gewahrsam genommen und abtransportiert.
Kurz vor 14:00 kam es zu einem Gespräch zwischen Einsatzleitung und Aufmarschanmelder in dem, dem Neonazi, erklärt wurde das die Blockierer nicht auf die Weisung die Straße zu Räumen reagierten und es nicht verhältnismäßig wäre eine Straßenblockade von zweihundert Bürgern zu räumen für einen Aufmarsch von nicht einmal einhundert Neonazis.
Danach liefen sie zum Bahnhof und fuhren nach Berlin, mehr als die Hälfte fuhr nach Schöneweide. Wo sie am Bahnhof von einem Großaufgebot der Polizei in Empfang genommen und von diesen am „Fest für Demokratie“ vorbei zu der Kneipe „zum Henker“ gebracht wurden. Weitere 6 der ehemaligen Aufmarschteilnehmer holten sich sage und schreibe vier Kästen Bier um diese am Bahnhof Bornholmer Straße zu leeren, dabei kamen sie wieder in eine Polizeiliche Maßnahme.

Fazit:
Wenn sie nicht für das Wohl des deutschen Volkes auf die Straße gehen sitzen sie halt am Tresen und fröhnen dem deutschen Reinheitsgebot.

Fotos:
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Foto 1: www.flickr.com/photos/boeseraltermannberlin/
Foto 2: www.flickr.com/photos/pm_cheung/

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2 Antworten auf “Bernau: Naziaufmarsch blockiert”


  1. 1 Isabell 29. Mai 2010 um 20:55 Uhr

    Super! So geht es jetzt die nächsten Wochenenden weiter. KMOB blockieren! > http://www.brandenburg-nazifrei.de/

    Eine weitere interessante Initiative in Berlin-Brandenburg:

    Let’s push things forward – Kampagne gegen rechte Zeitungen! – Kurzaufruf

    An vielen Kiosken und in etlichen Supermärkten und Bahnhofsbuchhandlungen werden tagtäglich ganz offen rechte Zeitungen angeboten. Das reicht vom Monatsmagazin „Zuerst!“ über die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ bis zur NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“.
    Auf den ersten Blick ist die inhaltliche Ausrichtung der Zeitungen zwar sehr unterschiedlich – von rechts-konservativ bis offen neonazistisch ist alles dabei und die Grenzen sind oft fließend. Gemeinsam haben alle aber eine Festschreibung von Individuen aufgrund von z.B. Geschlecht oder Herkunft. Diese Festschreibungen gibt es nicht nur am „rechten Rand“, vielmehr sind sie einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft und stehen einer Welt, in der alle wirklich die gleichen Möglichkeiten und Rechte haben, entgegen.
    In den entsprechenden Zeitungen werden aber etwa Nationalismus oder autoritäre Hierarchie- und Ordnungsvorstellungen in noch ausgeprägterer Form verbreitet. Sie propagieren also etwas, das unseren Vorstellungen von einer solidarischen Gesellschaft noch weniger entspricht als die aktuelle. Deshalb sind sie Ziel der Kampagne und sollen aus dem offenen Verkauf gedrängt werden.
    Dafür ist es natürlich wichtig die Kioskbetreiber_innen über die Zeitungen zu informieren und sie aufzufordern diese nicht mehr oder zumindest nicht offen anzubieten. Tipps dazu gibt es auf unserer Internetseite, wie auch weitere Informationen zu den Zeitungen und der Kampagne. Außerdem findet ihr dort verschiedene Locations, in denen das Kampagnenmaterial (Aufkleber, Flyer und Aufrufe) abgeholt werden kann um es weiter zu verbreiten. Und auch bei Myspace und Facebook sind wir zu finden.

    Wir freuen uns über jede Unterstützung, denn nur gemeinsam können wir was bewegen. Let’s push things forward!

    http://pushforward.blogsport.de/
    http://www.myspace.com/letspush

  1. 1 Bad Freienwalde: „KMOB“ die dritte « [Medienkollektiv Berlin] Pingback am 13. Juni 2010 um 18:08 Uhr
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