Berlin: Spontandemo als Reaktion auf brutalen Naziübergriff

Am späten Abend des 14.07. versammelten sich ca. 250 Leute in Friedrichshain um mit einer kraftvollen spontanen Demonstration auf den brutalen Neonaziübergriff vom Sonntagmorgen zu reagieren. Nach einem militanten Angriff auf die Discothek „Jeton“, in der die Angreifer in der Nacht zu Sonntag vor der Tat feierten, löste sich die Menschenmenge wieder auf. Das „Jeton“ ist schon in der Vergangenheit oft von Neonazis und Hooligans als Ausgangs- und Rückzugsort für Übergriffe genutzt worden.

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6 Antworten auf “Berlin: Spontandemo als Reaktion auf brutalen Naziübergriff”


  1. 1 halunke^ 15. Juli 2009 um 3:24 Uhr

    bitte schaut euch mal die werbung an…muss det sein? ansonsten danke für eure arbeit!!!

  2. 2 streetart137 16. Juli 2009 um 20:00 Uhr

    Nach dem Mordversuch von Neonazis an einem Jugendlichen am vergangenen Wochenende gibt es neben viel Empörung und Solidarität auch ein gewaltige Welle der Desinformtion. Medien, Polizei und das Jeton verbreiten ungeprüft oder wider besseren Wissens Unwahrheiten, um dem Betroffenen des Mordversuches und Zeugen eine Mitschuld zuzuschieben und die Neonazis, sowie die Disko Jeton zu entlasten. Dieser Kampagne kann nur mit gezielten und belegten Gegeninformationen und Aufklärung begegnet werden. In einem Beitrag auf der unabhängigen Nachrichtenseite Indymedia wurde nun genau das getan. Mit Hintergrundinformationen und Fotos wird der Zusammenhang zwischen den Neonazis und der Disko Jeton belegt, sowie kritisch auf die „Ermittlungsarbeit“ des Berliner LKA eingegangen. Bitte verbreitet diese Informationen im Rahmen eurer Möglichkeiten weiter – Bulletins, Blogeinträge, Mailverteiler, Foren,… Nutz alles was das Netz hergibt!
    Und kommt zur Demo am Sonnabend:
    18. Juli – 18 Uhr – Bersarinplatz – Berlin-Friedrichshain!

    Beitrag auf Indymedia:

    „Seit dem brutalen Überfall mit sogenanntem „Bordsteinkick“ (bekannt aus dem „Kinofilm American History X“) am 12. Juli in Friedrichshain versucht das Berliner LKA mit aller Macht die Tat zu relativieren, zu entpolitisieren und den verletzten AntifaschistInnen eine Mitschuld an dem Geschehen zu geben. Ein Polizeisprecher vermutete in der Abendschau auf rbb gar ein „good night white pride“-Logo habe zu dem Bordsteinkick provoziert und die Tat mit verursacht. Es kam zu Hausdurchsuchungen und Verhaftungen bei Antifas und Zeugen, von den beteiligten Neonazis ist hingegen wenig zu hören. Obwohl allein deren Aussagen für die Ermittlungen der Berliner LKA gegen die linken Jungendlichen herhalten müssen.
    Wir stellen fest:

    - Die verhafteten Täter gehören zu einer Neonazigang die seit Jahren in Königs Wusterhausen und Umgebung gewalttätig agiert, sich selbst als hundertprozentige Neonazis und Rassisten begreifen und in der Vergangenheit immer wieder grundlos ihre Opfer attackierten.

    Ein Blick in die einschlägigen sozialen Internet-Netzwerke belegt zudem:
    - Diese Gruppe verkehrte regelmäßig mit anderen Berlin-Brandenburger Neonazis in der Friedrichshainer Diskothek „Jeton“. Hier konnten sie offen Neonazi-T-Shirts zur Schau stellen und sich gegenseitig mit dem Hitlergruß fotografieren.

    Wir wissen: Immer wieder griffen Neonazis nach oder vor dem Jeton-Besuch Linke, Nichtdeutsche oder Homosexuelle an. Auch die Berliner Neonazis Alexander Basil, David Gudra und Christian Wolff standen erst kürzlich für einen solchen Überfall in Berlin vor Gericht.

    - Auch am Tattag war die Tätergruppe mit anderen Neonazis im bzw. vor der Diskothek Jeton. Nicht nur in der offiziellen Jetonfotogallerie finden sich bekannte KWer Neonazis. Partybilder belegen eindeutig, kurz vor der Tat hielten sich u.a. Oliver Kaplan vor und im Jeton auf, Marcel Bittner sass vor dem Jeton und zeigte Passanten den Hitlergruß.

    - Marcel Bittner fiel bereits 2003 durch neonazistische Aktivitäten auf. In Mittenwalde schmierte er Hakenkreuze und „SKIN HASS“ an eine Grundschule. An seiner Schule in Bestensee ließ er die Neonazi-CD „Zillertaler Türkenjäger“ kursieren.

    Von einer Spontantat extremistischer Jugendgewalt zu sprechen ist ein Skandal, dass Jeton war zu keiner Zeit zu Unrecht im Fokus von AntifaschistInnen. Bekannte Neonazis können hier seit Jahren offen auftreten, ihre Freizeit verbringen und sich vernetzen. Berichte von Austeigern aus der Neonazi-Szene und Beobachtungen von Szenekennern haben das mehrfach belegt. Die aktuell vorliegenden Fotos zeigen die Tatbeteiligten kurz vor der Tat u.a. mit Hitlergruß vor dem Jeton. Die gegenteiligen Beteuerungen des Jeton Betreibers Ronny Berkhan in seiner Stellungnahme unter http://www.jeton-berlin.de/ zeugen bestenfalls von mangelndem Problembewusstsein oder politischer Naivität.

    Eines ist beim Durchforsten der einschlägigen Freundeslisten, Gästebücher, Fotogallerien etc. auffällig genug:

    - Alle Beteiligten verbindet der Kult um den Film „American History X“, welchem der Bordsteinkick entlehnt ist. Er ist selbstgenannter Lieblingsfilm, das Motiv findet sich als Filmposter an der Zimmerwand, als Handybildchen, Avatar oder Bildschirmschoner immer wieder. Der Bordsteinkick war mit Sicherheit Teil der eigenen Neonazi-Identität und keine spontane Tat, die durch ein beliebtes Antifalogo verursacht wurde.

    Wer die üblichen rassistischen Standartpasswörter der Neonaziszene kennt stößt im Netz bei den Tatbeteiligten bzw. deren direktem Umfeld auf Bildersammlungen die einiges erahnen lassen: Gewaltstrotzende und menschenverachtende Bildchen gegen Linke, Farbige und Juden, Rassenhass, Huldigung von NS-Verbrechen und gemeinsames Posieren mit Maschinengewehren und anderen schweren Waffen, Hitlergrüße, Neonazidemos, Konzerte und jede Menge „white trash“.

    Falls die Fotos demnächst aus dem Netz verschwinden sollten, schicken wir eine gezippte Bilderauswahl an JournalistInnen – die wir als seriöse Berichterstatter – kennen.

    Für einen entschlossenen Antifaschismus – auf die eigene Kraft vertrauen.
    Kein Vertrauen in das Berliner LKA und den Berliner

    Haupttäter Oliver Kaplan aus Heidesee
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    Kaplan vorm Jeton 12.07.2009 3.40 Uhr (vor der Tat)
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    Marcel Bittner kurz vorher in der Kneipe neben dem Jeton
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    Bittner (rechts) und links: Michael L. (einer der Täter) aus KW
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    Kumpels mit SS-Devotionalien
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    Waffennarr mit NPD-Plakat
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    American History X in der Wohnung
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    Oliver Kaplan und Marcel Bittner im Jeton
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    Oliver Kaplan und Marcel Bittner im Jeton 2
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    Marcel Bittner
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    Nazi-Kumpels
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    Oliver Kaplan vor der Tat bei Schaumparty im Jeton (screenshot Gallerie Jeton)
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    Michael K. (einer der Täter)
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    Alle drei Täter irgendwann im Jeton“

    Die Bilder gibt es beim Beitrag unter: http://de.indymedia.org/2009/07/256283.shtml

  3. 3 Anonymous 29. Juli 2009 um 11:49 Uhr
  1. 1 Naziübergriff in Berlin! « PolitX – Aktuelles aus Politik und Gesellschaft Pingback am 15. Juli 2009 um 5:56 Uhr
  2. 2 Jeton – Kein Geldäquivalent, sondern ein Nazitreff « Analyse, Kritik & Aktion Pingback am 15. Juli 2009 um 11:16 Uhr
  3. 3 raus aus dem szenesumpf! « im*moment*vorbei Pingback am 15. Juli 2009 um 20:48 Uhr
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