Dresden: Aktionen gegen Nazigroßaufmarsch

Am 13. Februar 2009 Demonstrierten ca. 1100 Neonazis vornehmlich aus der Kameradschaftsszene in Dresden, um den Opfern der allierten Luftangriffe vom 13.-15. Februar 1945 zu Gedenken.

Dagegen und gegen das kollektive Gedenken und die Umdeutung der Geschichte gab es eine Kundgebung mit Konzert unter dem Motto „Keine Versöhnung mit Deutschland. Deutsche Täter_innen sind keine Opfer. Naziaufmärsche verhindern. Gedenken abschaffen“ hatte die „Initiative gegen Geschichtsrevisionismus“ dazu aufgerufen, ca. 1000 Leute nahmen daran teil. Der Kundgebungsort wurde durch eine reihe Stossstange an Stossstange geparkter Polizeifahrzeuge fast komplett umschlossen. An drei Seiten gab es Schleusen an denen Leute reinkamen, aber meist nur gegen Abgabe der Personalien und Entgegennahme eines Platzverweises, wieder rauskamen. Im Anschluss an die Kundgebung und nachdem auch die Neonazidemonstration vorbei war, konnten die restlichen ca.700 Kundgebungsteilnehmer in einer Spontandemonstration zum Albertplatz laufen.

Einen Tag später sammelten sich auf dem Albertplatz bzw. auf dem Jorge-Gomondai-Platz über 3000 Antifaschistinnen und Antifaschisten um gegen den zweiten Neonaziaufmarsch an diesem Wochenende zu Protestieren, diesmal hatte das „No Pasaran“ Bündniss aufgerufen. Nach langem warten auf weitere Antifas derren Anreise sich leicht verzögerte ging es dann los. Im laufe der Demonstration wuchs die Anzahl der Teilnehmer auf bis zu 4500 Personen an, und wurde durch ein sehr grosses Polizeiaufgebot begleitet, welches den aufzug komplett umschloss. Am Rand der Demonstration kam es immer wieder zu Provokationen und leichtem Gerangel mit den Einsatzkräften. Kurz vor dem Ende der Demonstration stoppte die Polizei den Aufzug und verhinderte das die Antifaschist_Innen an der Abschlusskundgebung der drei „Geh Denken“ Veranstaltungen teilnehmen konnten, daraufhin entwickelte sich eine heftige Auseinandersetzung, es wurde wahllos in die Menge geprügelt und viel Pfefferspray eingesetzt, Beamte wurden mit Steinen und Feuerwerkskörper angegriffen und abgestellte Polizeifahrzeuge stark beschädigt. Später als der Neonaziaufmarsch schon vorbei war sammelte sich eine Personengruppe auf dem Platz vor der Synagoge, weil das Gerücht rum ging das eine 50 köpfige Gruppe Nazis ohne Polizei begleitung sich dorthin bewegte. Diese ca. 300 bis 400 starke Personengruppe wurde dann von mehreren hundert Polizisten, teilweise übertrieben hart, über die Carola Brücke getrieben auch hier flogen Feuerwerkskörper, während dessen wurden auf dem Albertplatz zwei Busse einer Bayrischen Hundertschaft umgekippt.

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2 Antworten auf “Dresden: Aktionen gegen Nazigroßaufmarsch”


  1. 1 Berlin: Outing einer von Neonazi häufig genutzten Gaststätte « [Medienkollektiv Berlin] Pingback am 01. Juni 2009 um 20:25 Uhr
  2. 2 Berlin: Hausdurchsuchung beim Frontbann 24 « [Medienkollektiv Berlin] Pingback am 15. August 2009 um 1:03 Uhr
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